
Der Automobilzulieferer Hella plante – gestützt auf die Ergebnisse eines eigens dafür angestoßenen Architektenwettbewerbes – den Bau eines neuen Hauptsitzes mit dem Namen „Cells“ an der Rixbecker Straße in Lippstadt, der ab 2024 realisiert werden sollte. Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss 2023 einstimmig den Bebauungsplan, begleitet von umfangreichem Lob seitens der Politik.
Leider ist dieses Ideenfeuerwerk abgebrannt, offensichtlich von den Entwicklungen überholt worden. Zwischenzeitlich wurden die Gebäude östlich der Steinstraße komplett abgerissen. Neue Ideen, wie es hier weitergehen könnte, wurden nicht publiziert.
Deshalb ein Rückblick in Kürze:
Die folgende Grafik (Der Patriot) zeigt die damals beabsichtigte Entwicklung östlich der Steinstraße, nördlich der Rixbecker Straße.
Ein Artikel des Patriot vom 31.10.2023 mit der Überschrift „Hellas ‚Cells‘-Pläne: ‚Einfach geil'“ VON CAROLIN CEGELSKI lässt sich knapp wie folgt zusammenfassen:
Kernpunkte des Projekts:
- Architektur und Nachhaltigkeit:
- Das Konzept sieht moderne, nachhaltige und repräsentative Gebäude vor, die in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro RKW Architektur und Stadtplanern entwickelt wurden.
- Geplante Maßnahmen umfassen Begrünung, Photovoltaikanlagen, Entsiegelung von Flächen und möglicherweise Geothermie, um den Campus CO2-neutral zu betreiben.
- Städtebauliche Innovationen:
- Die Integration eines zentralen Fuß- und Radwegnetzes, das über bestehende Trassen bis zur Innenstadt führen soll, steht im Fokus.
- Der Campus soll autofrei sein, mit Ausnahmen für Anlieferung und Rettungswege.
- Historische Backsteinbauten bleiben erhalten und prägen weiterhin das Stadtbild.
- Gebäudekonzept:
- Das Hauptgebäude wird in U-Form gebaut, mit Büroräumen oberhalb von Testhallen.
- Ein separates Customer-Experience-Center wird Betriebsrestaurant, Konferenzräume und Ausstellungsflächen beherbergen.
- Barrierefreiheit und Mobilität:
- Der Fokus liegt auf barrierefreien Zugängen, inkl. Lösungen für geh- und sehbehinderte Menschen. Vorschläge wie Park-and-Ride-Modelle und E-Scooter-Angebote wurden thematisiert.
Politische und öffentliche Reaktionen:
- Politiker und Stadtplaner lobten das Projekt als zukunftsweisend. Besonders hervorgehoben wurden die nachhaltigen Ansätze, die Verbindung zur Innenstadt und der Erhalt historischer Gebäude.
- Anliegen wie die Weiterentwicklung von Mobilitätskonzepten und die umfassende Barrierefreiheit wurden eingebracht.
Insgesamt gilt das Projekt als Meilenstein für die Stadtentwicklung in Lippstadt und als positives Beispiel für nachhaltige und innovative Stadtplanung.
