Die Straßennamen der Liste rechts führen dich zu den Fotos der abgerissenen bzw. umgebauten Objekte und den Neubauten an deren Stelle.

Die Straßennamen der Liste rechts führen dich zu den Fotos der abgerissenen bzw. umgebauten Objekte und den Neubauten an deren Stelle.

Wenn man den Lippstädter Bahnhof verlässt, dann liegt dem Besucher nördlich der Bahnstrecke die Altstadt zu Füßen. Nur wenige Meter entfernt, nachdem man die Straße überquert hat, beginnt die Fußgängerzone, in der man zunächst am Bernhardbrunnen durch den Stadtgründer Graf Bernhard begrüßt wird.
Für den Ortsunkundigen erschließt sich die gebräuchliche Bezeichnung „Hauptbahnhof“ Lippstadt nicht unbedingt, denn angesichts der Größe Lippstadts erwartet man nicht weitere Bahnhöfe. Eine Reihe kleinerer Bahnhöfe in der Kernstadt und den Stadtteilen sind seit Jahrzehnten nicht mehr präsent. Der letzte Haltepunkte auf dem Weg nach Osten ist Dedinghausen. Der letzte Bahnhof in der Kernstadt war der Nordbahnhof, der in den achtziger Jahren abgerisssen wurde.
Die Eisenbahnanbindung bekam Lippstadt 1850 durch die Königlich-Westfälische Eisenbahn Hamm – Lippstadt – Paderborn. Weitere Anbindungen erfolgten 1883 nach Warstein, 1887 nach Rheda und Münster sowie 1898 nach Beckum. Lippstadt wurde so zu einem Eisenbahnstern und baute neben dem Hauptbahnhof 1898 den Nordbahnhof nördlich der Altstadt.
Der „neue“ Bahnhof wurde in zeitgemäßer Architektur in den siebziger Jahren gebaut mit einem deutlich reduzierten Raumprogramm. Er wurde mit den Jahren durch eine Gastronomie ergänzt (früher: Mc. Donalds), die hier auch für eine stärkere Belebung des Platzes sorgen sollte. Später folgte dann der An- und Umbau einer Radstation, die heute an die Grenzen ihrer Kapazität stößt.
Der Nordbahnhof musste der Planung der „Nordtangente“ (Dr.-Wilhelm-Röpke-Straße) für die Innenstadt weichen. Sie war eine Maßnahme der Verkehrsentwicklungsplanung aus den 60er und 70er Jahren, die auch eine Westtangente (Udener Straße), eine Südtangente (Konrad-Adenauer-Ring) und eine Osttangente vorsah.
Diese Osttangente sollte damals als Verlängerung des Südertores nach Norden, über die Bahn hinweg, durch den Stadtpark „Grüner Winkel“ hindurch und über die Lippe hinweg an die Lipperoder Straße anbinden, wurde jedoch nicht gebaut. Als Ersatz hat letztlich die Bundesstraße 55 diese Funktion übernommen.

Der Standort östlich der Innenstadt, gut von der B55 aus einzusehen, wandelt sein Gesicht. Schon lange vor dem Aufgehen der Hella in Forvia war ein beträchtlicher Teil der Produktion ins Ausland verlegt worden, so dass der Flächenbedarf für diese Art von Nutzung hier in Lippstadt drastisch zurückging. Als Folge dieser Entwicklung hatte der Konzern über eine Neugestaltung dieser Flächen nachgedacht und einen Architektenwettbewerb durchgeführt.
Auf Seiten der Stadt wurde die Möglichkeit gesehen, im Rahmen einer Neuplanung auch zum Beispiel über eine Wohnbebauung sowie neue Wegeverbindungen Richtung Osten nachzudenken.
Auf den folgenden Bildern sieht man die West-Ansichten des Werksgeländes, die bei einem Spaziergang entlang der Steinstraße entstanden.

Der Automobilzulieferer Hella plante – gestützt auf die Ergebnisse eines eigens dafür angestoßenen Architektenwettbewerbes – den Bau eines neuen Hauptsitzes mit dem Namen „Cells“ an der Rixbecker Straße in Lippstadt, der ab 2024 realisiert werden sollte. Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss 2023 einstimmig den Bebauungsplan, begleitet von umfangreichem Lob seitens der Politik.
Leider ist dieses Ideenfeuerwerk abgebrannt, offensichtlich von den Entwicklungen überholt worden. Zwischenzeitlich wurden die Gebäude östlich der Steinstraße komplett abgerissen. Neue Ideen, wie es hier weitergehen könnte, wurden nicht publiziert.
Deshalb ein Rückblick in Kürze:
Die folgende Grafik (Der Patriot) zeigt die damals beabsichtigte Entwicklung östlich der Steinstraße, nördlich der Rixbecker Straße.
Ein Artikel des Patriot vom 31.10.2023 mit der Überschrift „Hellas ‚Cells‘-Pläne: ‚Einfach geil'“ VON CAROLIN CEGELSKI lässt sich knapp wie folgt zusammenfassen:
Insgesamt gilt das Projekt als Meilenstein für die Stadtentwicklung in Lippstadt und als positives Beispiel für nachhaltige und innovative Stadtplanung.

Vereinfachte Übersicht des Bereiches zwischen der Klosterstraße und dem Bahnhof, zwischen der südlichen Umflut, beidseitig des Nicolaiwegs bzw. der Blumenstraße (Quelle: städt. Informationen)
Auf der Grundlage verschiedener Quellen im Internet hat ChatGPT für diese Seiten eine knappe zweiseitige Übersicht über die Ziele des Projektes zusammengestellt, basierend auf offiziellen Informationen zur Planung, zu den Förderprozessen (Regionale 2025) und zum städtebaulichen Konzept (ISEK) (Quartier Südliche Altstadt Lippstadt) Der Klick auf die Links öffnet jeweils neu Fenster.
Das „Quartier Südliche Altstadt“ (QSA) ist ein städtebauliches Entwicklungsprojekt im Herzen von Lippstadt. Es umfasst das Gebiet des ehemals brachliegenden Güterbahnhofs und angrenzende innerstädtische Flächen, die seit vielen Jahren funktionale, bauliche und verkehrliche Missstände aufweisen. Ziel ist es, diese städtebaulichen Defizite zu beheben und das Quartier in seiner Funktion für Lippstadt wieder sinnvoll zu integrieren und aufzuwerten. (Quartier Südliche Altstadt Lippstadt)
Im Rahmen eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) wurden Maßnahmen entwickelt, um die Bereiche A) neue Impulse, B) Bestandsstärkung, C) klimaneutrale Mobilität und D) Grün- und Freiräume gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen. (Quartier Südliche Altstadt Lippstadt)
Einbau des Quartiers in den Strukturprogrammprozess Regionale Südwestfalen 2025 macht das QSA zu einem „Vorzeigeprojekt“ für innovative Stadtentwicklung in der Region. (Quartier Südliche Altstadt Lippstadt)
Übergeordnete Zielsetzung des Projektes ist es, das Quartier Südliche Altstadt als einen lebendigen, nachhaltigen, multifunktionalen urbanen Raum zu entwickeln, der:
Das Stadthaus wird weit mehr als ein klassisches Rathaus sein:
Das Stadthaus soll exemplarisch für klimafreundliches, zukunftsorientiertes und resilient gebautes Bauen stehen – gerade auch für ländliche Regionen. (Regionale 2025 –)
Ein zentraler Mobilitäts-Hub wird:
Ein zentrales Ziel ist ein offener Entwicklungsprozess mit aktiver Beteiligung:
Ein dauerhaftes Quartiersmanagement sorgt für:
Durch städtebauliche Maßnahmen, funktionale Nutzungen und Öffnung des öffentlichen Raums soll das Quartier Impulsgeber für die gesamte südliche Altstadt werden. (Quartier Südliche Altstadt Lippstadt)
Der REGIONALE-Strategieprozess bewertet Projekte in drei Stufen („Sterne“):
Das QSA-Projekt hat inzwischen den dritten Stern erhalten, was die Realisierbarkeit und Förderfähigkeit signalisiert und den Weg zur Umsetzung frei macht. (Quartier Südliche Altstadt Lippstadt)
Über Fördermittel von etwa 11 Millionen € aus städtebaulichen, klimaschutz- und mobilitätsbezogenen Programmen wurde die Umsetzung des Vorhabens unterstützen. (Regionale 2025 –)
| Kategorie | Zentrale Ziele |
|---|---|
| Stadtentwicklung | Aufwertung des Gebiets, Verbindung zur Altstadt, neue Quartiersidentität |
| Stadthaus & Verwaltung | Innovatives Gebäude, Servicepunkt & Bürgerforum, New-Work Konzepte |
| Öffentlicher Raum | Quartiersplatz, Begegnungsorte, Freiräume |
| Mobilität | Mobilitäts-Hub, klimafreundliche Verkehrskonzepte |
| Partizipation | Bürgerbeteiligung, transparentes Management |
| Nachhaltigkeit | Klimaneutralität, Resilienz, langfristige Nutzung |

Wieder einmal werden wir kalt erwischt, dh. es stellt sich die Frage, was war denn da mal?
Und diese Frage zu beantworten wird um so schwieriger, je schnelllebiger die Inhalte hinter den Schaufenstern wechseln, je länger auch die Inhalte für den Passanten uninteressant werden um dann zu blind-leeren Schaukästen zu verkommen.
Aus der Historie weiß man, dass der abgewalmte Giebel des Hauses an der Ecke einmal mit Lüftel-Malerei verziert war und einen Möbelladen beinhaltete. Zuletzt war hier der Fahrradladen Schulte-Hostede beheimatet, der auch im Neubau einen Platz finden wird.









Das relativ unscheinbare, aber geschichtsträchtige Gebäude des ehemaligen Hotels am Lippertor war Ende des 79. Jahrhundert als neoklassizistische Villa für den Spirituosenfabrik-Erben Alexander Kisker jun.errichtet worden.
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Prachtbau mit reich gegliederter Schmuckfassade zur Frauen-, Kinder- und Säuglingsklinik um- und ausgebaut. Bevor die Kinderklinik 1967 zur Wiedenbrücker Straße umzog, diente das Gebäude eine Zeit lang auch als Schwesternwohnheim.
Lt. Pressebericht des Patriot diente das Gebäude der Diakonie ab 1973 als Sozialzentrum für griechische
Migranten. Ich kannte seit 1980 hier nur das „City-Hotel“.
Die Bauarbeiten am City-Hotel begannen bereits Ende des Jahres 2024, wurden jedoch nach der Entkernung des Gebäudes unterbrochen. Auch wenn im Hintergrund ev. weiter darüber beraten wurde, ob der Bestand erhalten werden könne oder besser ein kompletter Neubau entstehen sollte, fiel die Entscheidung zum Abriss wohl über die Jahreswende. Ende Februar 2025 wurden nun die Abrissarbeiten begonnen.
Auf dem Grundstück entstehen Eigentumswohnungen.




Die zentrale Anlaufstelle für Katholiken in Lippstadt wurde am 10. Dezember 2023 eingeweiht.
Das markante Gebäude an der Cappelstraße Ecke Klosterstraße mit 900 Quadratmeter Nutzfläche ist die neue zentrale Anlaufstelle für den Pastoralen Raum Lippstadt und beherbergt zudem den Pfarrsaal der Nicolaigemeinde.



Mit der Einführung des Pastoralen Raums im Jahr 2020 hatte das Erzbistum den Auftrag erteilt, einen zentralen Verwaltungssitz zu schaffen. Die Gemeinde entschied sich dafür, das eigene Grundstück direkt an der Nicolaikirche zu nutzen. Der früher auf dem Eckgrundstück ansässige Stoffmarkt hatte diesen Standort aufgegeben, so dass die Gemeinde nun Zugriff auf Gebäude und Grundstück hatte.
Vor dem Start der Bauarbeiten wurden archäologische Grabungen durchgeführt, die ergaben, dass an dieser Stelle früher Gerber ansässig waren.
Das Nicolaiforum wurde nach neuesten energetischen Standards gebaut und wird mit Hilfe einer Wärmepumpe (Sole-Wasser-WP mit vier Tiefenbohrungen mit je 120 Meter Länge) beheizt. Das System verfügt gleichzeitig über eine Kühlfunktion, sodass die Fußbodenheizung im Sommer durch Kühlung für eine angenehme Raumtemperatur sorgt. Eine Lüftungsanlage in den Versammlungsräumen ist mit einer Wärmerückgewinnung verbunden.
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach, die durch die angepasste Gestaltungssatzung der Stadt möglich wurde, erzeugt eigenen Strom.
Über den Haupteingang im Erdgeschoss betritt man das offene Foyer. Von hier aus gelangt man in das zentrale Pfarrbüro, das für alle Anliegen zu verlässlichen Öffnungszeiten besetzt ist (montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16.30 Uhr .
Herzstück des Gebäudes ist der große Pfarrsaal der Nicolaigemeinde – unter anderem gedacht für die Arbeit mit Chören und Kirchenmusikern und für Begegnungen nach dem Gottesdienst. Von hier aus kann man auf den Innenhof treten, der mit seiner Ausrichtung eine optische Verbindung mit der Kirche eingeht. Abgetrennt von einer Hecke liegt der Besucherparkplatz.
Im Obergeschoss befinden sich die Büros von Pfarrer, Pastoren, Verwaltungsleiter, Kirchenvorstand, Gemeindereferenten, Sekretariat und Kirchenmusikern.
Im Dachgeschoss ist das Zentralarchiv für alle 14 angeschlossenen Gemeinden des Pastoralverbundes eingerichtet: In den Rollregalarchiven mit einer Regalbodenlänge von bis zu 1.500 Metern werden die geschichtlich relevanten Unterlagen zusammengeführt.

Wenn man den Zeitzeugen glauben darf, dann war die Bökenförder Straße in der Vergangenheit mit sechs Gaststätten wahrhaft eine gastliche Straße. Da die Altstadt Lippstadt Anfang der achtziger Jahre reichlich Raum für den Bummel durch Gaststätten und Kneipen bot, erinnere ich mich leider nur an wenige Anlässe, hier einzukehren. Dazu gehörte auch das Restaurant Ortwein, in dem so manche Familienfeier stattfand. Im Gedächtnis bleiben mir die Fraktionssitzungen einer etwas kleineren aber lauten Partei im Hinterzimmer, die verrucht verraucht mir die Stimme nahmen.
„Es gab den Hubertushof, die Union-Klause ( jetzt Glas Hertel , bekannt unter “ Kutsch Willi “ ), Ortwein, Hesse, Kornblume ( Ecke Westernkötter) und der weisse Hirsch ( Ecke Reichenbacher, oder Sprenger, heute Solarstudio )“ lt. eines Mitgliedes der Facebook-gruppe historisches Lippstadt.
Zuerst wich das Restaurant Ortwein dem Neubau von Wohnungen. Das Haus Hesse wurde umgenutzt, ist also keine Gaststätte mehr.
Restaurant Ortwein



Gasthof Hesse



An der Ecke zur Erwitter Straße fiel nun das Gebäude der Gaststätte Hubertus. Es gab eine Fußball-Thekenmannschaft, donnerstags Pilsstunde und überhaupt die besten Frikadellen der Stadt (O-Ton eines facebook-Mitgliedes)



Das Gelände der Union grenzt unmittelbar südöstlich an die Altstadt Lippstadt an und ist seit Jahrzehnten eine Fläche, die einerseits durch ihre industrielle Nutzung stark verunreinigt worden war, dennoch andererseits für die Entwicklung der Stadt aus verkehrlicher Sicht wie zur Erweiterung baulicher Nutzungen sehr interessant war.
Die Fläche wurde mehrfach durch die Bauleitplanung der Stadt überplant, um die aktuelle gewerblich-industrielle Nutzung weiter möglich zu machen, zugleich aber die Verbindung der Konrad-Adenauer Allee zur Weißenburger Straße (Richtung Rossfeld und B55) rechtlich zu sichern. Dies sollte die Schließung der Bahnübergänge „Unionstraße“ und „Weißenburger Straße“ zum Teil kompensieren.














Während Anfang der 80er Jahre noch vorausgesetzt wurde, dass ein Erwerb der notwendigen Straßenflächen im ungünstigsten Fall durch eine Enteignung möglich gewesen wäre, erwiesen sich die rechtlichen Hürden hierzu in den folgenden Jahren deutlich höher. Es blieb daher hier für Jahrzehnte eine gewerbliche Nutzung in der und außerhalb der alten Hallenarchitektur bestehen, die allerdings die vorhandene Gleisanbindung an die nördlich gelegene Bahnlinie nicht nutzte.
Die Entstehung der Westfälischen Union in Lippstadt wird in einem lesenswerten Buch von Dieter Olmesdahl (ISBN 978-3-949718-23-6) beschrieben und mit zahlreichen Fotos, Plänen und Grafiken illustriert. Darüber hinaus wurde kürzlich auch in der Tageszeitung „Der Patriot“ am 16.04.2024 zum eisernen Jubiläum aus dem Jahre 1923 eine kurze Beschreibung der Lippstädter Eisenindustrie veröffentlicht.
Kurz gefasst ergibt sich aus den den Informationen Wikipedias folgender Hintergrund:
1832 nahm Mathias Linhoff aus Arnsberg die Bericher Hütte in Pacht, die sich im Besitz der Fürstlich Waldeckschen Regierung befand und zu der neben dem Bericher Hochofen- und Hammerwerk auch der Niederwerber Hammer, die Dornberger Hütte und der Eisenhammer zu Braunsen gehörte sowie eine Beteiligung an den Gruben Martenberg und Semmet. Das Unternehmen beschäftigte etwa 50 Arbeiter und stellte in der Hauptsache hochwertiges Holzkohlenroheisen her, ca. 2 t pro Tag. 1837 ging das Eigentum in Erbpacht über und wurde 1853 auf den Sohn Anton Linhoff übertragen.
1755 wurde nahe von Berich (südlich Warburg) an der Mündung der Werbe in die Eder ein Hüttenwerk errichtet. Verarbeitet wurde hier in erster Linie Eisenerz aus dem Raum Adorf. Flussaufwärts am Nieder-Werber Hammer entstanden aus dem Metall z. B. Ofenplatten.
Die Bericher Hütte befand sich in der Nähe des Dorfs Berich. Die Ruinen der Hütte sind nur zu sehen, wenn der Wasserpegel des Edersees extrem sinkt.
Am 1. Juli 1860 vereinigten die beiden Brüder Anton und Theodor Linhoff ihre Werke unter der Firma A. & Th. Linhoff und errichteten in Lippstadt ein neues, größeres Werk mit 10 Puddelöfen, 2 Schweißöfen sowie 1 Luppenwalze, 1 Stabwalze und 1 Drahtwalze. Das Werk in Belecke wurde zu einer Draht- und Drahtstiftfabrik umgebaut, die Bericher Hütte (südlich Warburg) verlor alsbald nach und nach ihre Bedeutung. Um die Anlage in Belecke mit Walzdraht aus Lippstadt zu versorgen und die Fertigware (Draht und Stifte) von Belecke zur Bahnverladung nach Lippstadt zu transportieren, verkehrten zwischen beiden Betrieben täglich vierspännige Frachtfuhrwerke, bis 1883 die Westfälische Landes-Eisenbahn die Strecke von Lippstadt nach Warstein in Betrieb nahm und somit den Frachtverkehr erleichterte.
1875 stellte die Bericher Hütte die Produktion ein, weil sich der Transport zur nächsten Bahnstation in Wabern nicht mehr lohnte. Bereits vor dem Bau der Staumauer war die Hütte also eine Ruine.
Im Januar 1873 ging die Firma A. & Th. Linhoff in der neu gegründeten Westfälischen Union auf. (Zitat:überwiegend Wikipedia)
Das Werk der „Union“ wurde 1973 geschlossen, 1978 von Thyssen Draht übernommen und in den 80er Jahren an ein Lippstädter Unternehmen verkauft..